»Also lautet ein Beschluss: Dass der Mensch was lernen muss.«

Zwei Freilerner-Mütter und »Prüfungs-Verweigerinnen« erinnern sich an sieben Jahre intensiven Kontakt mit den (Schul-)Behörden, tauschen sich über herausfordernde Momente und persönliche Erkenntnisse aus und geben auch einen Überblick, was sich in Bezug auf Lernen ohne Schule auf rechtlicher Ebene in Österreich in den vergangenen Jahren getan hat.

Sigrid Haubenberger-Lamprecht & Gudrun Totschnig

Aus Max und Moritz stammt unser Titel. Etwa 150 Jahre nach Wilhelm Busch lesen mein Mann und ich (Gudrun) eine ähnlich kategorische und unpersönliche Aussage in einem Brief des Stadtschulrates: »Ihre Tochter muss umgehend beschult werden.« Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie sehr mich dieser Satz irritiert hat. Denn bei einem vorangegangenen Gespräch zwischen uns Eltern, unserer schulpflichtigen, freilernenden Tochter und dem Bezirksschulinspektor hatte dieser noch festgestellt: »Ich sehe, dass es Ihrer Tochter gut geht und an nichts fehlt.« Ähnliche Erfahrungen der Diskrepanz zwischen den persönlichen Aussagen von Behördenvertretern und amtlichen Bescheiden werden wir in den darauffolgenden Monaten und Jahren immer wieder machen. Aber zunächst zurück zum Anfang.

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