Zum Abschied von Ekki

Als Tochter von Ekkehard von Braunmühl spricht Anna folgende Worte auf seiner Trauerfeier. Dies ist ein persönlicher Abschied, der Ekki – wie sie ihn liebevoll nennt – als Vater und Mensch zeigt.

Anna von Braunmühl

Ja, das Leben von Ekki war ein Abenteuer; es war abenteuerlich, es gab viele Höhen und Tiefen. Es gab Phasen der Euphorie und Zeiten großer Frustration. Erst mit der Geburt meiner älteren Schwester Lisa begann er umzudenken, sich umzulenken und sich neu zu orientieren. War er bisher höchst unvernünftig, unbelehrbar, eigen- und starrsinnig – so hat er sich selbst in seinem Buch Zur Vernunft kommen beschrieben –, so fing er nun an, mit seiner Seele Frieden zu schließen, sich mit ihr zu verbünden und seinen Verstand produktiver einzusetzen. Wir alle, die wir ihn kannten, wissen um seinen Einsatz als Kinderrechtler, der unermüdlich dafür kämpfte, dass Kinder als Menschen wahr- und ernst genommen werden.

1970 gründeten meine Eltern das Kinderhaus in Sonnenberg, den 1. Antipädagogischen Club, den es bis heute noch gibt, um dort einen Ort zu schaffen, wo Kinder im Sinne der Antipädagogik gleichberechtigt, unbeschadet und unbeschwert aufwachsen können.

1975 erschien sein erstes großes Werk, die Antipädagogik , welches ihm in Fachkreisen eine gewisse Berühmtheit einbrachte. Weitere Veröffentlichungen folgten. Die Zeitschrift unerzogen Magazin schrieb in ihrem Nachruf für Ekki:

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